Die Gemeinde
Scheden hat sich nach Gründung ein eigenes Wappen gegeben, welches Teile der Wappen der drei Mitgliedsdörfer beinhaltet. Symbolisiert wird hier der besondere Bezug zum Wasser dargestellt, der sich auch in den Gemeindefarben blau/weiß/blau widerspiegelt. Interessantes zur Wappengebung können Sie der nachfolgenden Wappenbeschreibung entnehmen. |
Die
neue Gemeinde SCHEDEN besteht seit dem 1.1.1973 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Dankelshausen/ mit Wellersen/, Meensen und Scheden, /Verwaltungssitz/ und gehört zur Samtgemeinde Dransfeld. Sie erstreckt sich von der vom Schedebach durchflossenen Rötmulde im Westen bis zum Muschelkalkplateau zwischen dem Hohen Hagen und dem Meenser Steinberg im Osten. Manisi/Meensen
– mit der Grundbedeutung „hoch aufragen“ – erscheint 990 als Schenkung der „matrona“ Ida an das Kloster Hilwartshausen, die von Kaiser Otto III. bestätigt wird. Schitun/ Scheden – mit der Bedeutung „Grenze“/Abgrenzung des alten Leinegaus – übereignet Kaiser Heinrich III. 1046 dem gleichen Kloster. In dieses Gebiet mit altem Königsgut reiht sich aus Dankelshausen/ gebildet mit dem lindolfingischen Personennahmen „Thanculf“/ ein. In Meensen verfügte neben Hilwartshausen auch das Kloster Lippoldsberg über ältere Besitzrechte. Der Ort wurde zur Unterscheidung von der späteren Wüstung „Vrien Meense“ auch als „Gropenmeinse“ bezeichnet, was auf die dort hergestellten Tontöpfe/ Gropen“ zurückgeht. Das Dorf gehörte längere Zeit zum herzoglichen Amt Brackenberg und gelangte erst 1885 an den Altkreis Münden. Das hier ansässige Rittergeschlecht „ von Meensen“ ist in mehreren Urkunden des 13./14. Jhs. nachweisbar. Die Vogtei in Scheden, die längere Zeit zwischen Mainz und Braunschweig strittig war, erhielt 1324 der welfische Landesherzog zugesprochen. Ab 1397 erscheinen „Overen“ und „Nederen Scheden“ mit getrennten Abgaben an das Amt Münden, eine Sonderentwicklung beider benachbarter Orte, die erst 1964 durch die Zusammenlegung beendet wurde. Vom 13.-15. Jhd. tritt die Familie „von Scheden“ mit Ratsherren und Schultheißen in Münden und Göttingen hervor. Der 1697 in Scheden geborene Johann Joachim Quantz war preußischer Kammermusiker und Flötenlehrer Friedrichs des Großen. Dankelshausen bildete mit seiner Kirche das Parochiezentrum für die Filialkirchen in Ober- und Niederscheden. Der Ort gehörte mit Wellersen bis 1850 zum Patrimonialgericht der Herren von Stockhausen. Mit der Ansiedlung von Fabriken, dem Bau der Mittelpunktschule und der Schaffung anderer moderner Einrichtungen hat sich Scheden immer mehr zum Hauptort der neuen Gemeinde entwickelt. Dem Ausbau dieser Gemeinde fühlen sich Alteingesessene und Heimatvertriebene gleichermaßen verpflichtet.
Wappenbeschreibung: Geviert mit blauem Herzschild, darin eine goldene Hausmarke in Form eines oben mit einem Kreuz besteckten, durchbrochenen Dreiecks, 1: in Gold ein durchgehendes schwarzes Kreuz , belegt mit drei goldenen Kleestengeln; 2 u. 3: in Blau ein silberner Schräglinkswellenbalken; 4: in Gold eine vierendige schwarze Geweihstange, deren Sprossen in sechsstrahligen Sternen enden. Begründung: Unter Berücksichtigung aller drei Ortsteile stehen für Dankelshausen das mit
Kleestengeln belegte Kreuz als Symbol des alten Parochiezentrums/ für Meensen eine Geweihstange aus dem Siegel des Dietrich von Meensen von 1352 und für Scheden der Herzschild aus dem Siegel des Henning von Scheden von 1347 sowie der den Schedebach darstellende Wellenbalken. Das vom Rat der Gemeinde Scheden einstimmig beschlossene Wappen ist von mir am 20. Februar 1979 genehmigt worden. Mit den Wünschen für eine glückhafte Zukunft verleihe ich diese Urkunde. Göttingen, im Juli 1979 Dr: Alexander Engelhardt OBERKREISDIREKTOR
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